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Verbesserung einer frühzeitigen und angemessenen Behandlung
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April 2011 | Benin, Kamerun, Ghana
Nach Recherchen darüber, warum Patienten eine Behandlung verzögern oder ablehnen, hat das sozialwissenschaftliche Team des Stop Buruli Konsortiums begonnen, tragfähige Lösungen für die Buruli Kontrolle zu erkunden. Anlässlich eines Workshops in Limbe, Kamerun, im Januar wurden länderspezifische Situationen diskutiert und Aktionspläne entwickelt für die Ausführung und Bewertung der Durchführbarkeit der verschiedenen Interventionen in Benin, Kamerun und Ghana.


Wenn Buruli früh genug und mit entsprechenden Medikamenten behandelt wird, ist es heilbar womit irreversible Behinderungen und teure Krankenhausaufenthalte reduziert werden können. Späte Erkennung der Krankheit und schlechte Einhaltung der Behandlung sind schwerwiegende Probleme für eine wirksame Buruli Kontrolle. Die Ergebnisse aus früheren Untersuchungen über Therapie-Besuche legten die Basis für die Planung der Pilot-Interventionen, um den Zugang und die Einhaltung der Behandlung zu verbessern. Somit zog das sozialwissenschaftliche Team nun von dem "Warum" zu einer "Wie" Phase der Aktionsforschung.

 

In Benin versuchen die Pilotprojekte, Frauengruppen und ehemalige Buruli Patienten zu mobilisieren, um gemeinschaftliche Netzwerke und die Früherkennung von Buruli zu unterstützen. Methoden, die entwickelt wurden um Patienten zu identifizieren, welche eher die Behandlung verweigern, helfen die Bedürfnisse der Patienten zu verstehen und richten sich an ihre Anliegen durch Beratung und sonstige Unterstützung. Programme zur Bereitstellung von Essen und Unterkünfte bieten Lösungen für Nahrungsmittelknappheit und Probleme der Unterbringung der Patienten und ihren Familien, die sie bei längeren Krankenhausaufenthalte erfahren.

 

In Kamerun sind die extreme Armut und die schlechten Transportsysteme Gründe für eine Priorisierung von Programmen für dezentrale Gesundheitsversorgungen und freiwillige Beratungsstellen. Diese basieren auf Wohnmöglichkeiten in abgelegenen Dörfern, die an lokale Gesundheitszentren angekoppelt sind. Die Pilotprojekte prüfen die Durchführbarkeit von gemeinschaftlichen Unterstützungssystemen von Frauengruppen und ehemaligen Patienten.

 

Ghana hat bereits eine Intervention gestartet mit Gruppen, in welchen ehemalige Patienten die neu diagnostizierten Jugendlichen ab Behandlungsbeginn unterstützen. Der Transport von der Schule in die Klinik hilft den Kindern, während der langen Therapie den Unterricht nicht zu verpassen. Neues Unterrichtsmaterial wird entwickelt, welches sich auf praktische Kenntnisse und Behandlungserfolg konzentriert, anstatt Angst auszulösen.


In den kommenden Monaten werden die Pilotprojekte dokumentiert und die Ergebnisse ausgewertet. Der Plan ist, für jedes Land die besten Interventionen zu identifizieren - oder Kombinationen von Interventionen. Falls die Durchführbarkeit und der Erfolg nachgewiesen werden können, werden grösser angelegte Projekte entwickelt und in den nächsten zwei Jahren umgesetzt.

 

 
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