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Neues Forschungsprojekt über Wundversorgung |
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29. Oktober 2010
Das Stop Buruli Konsortium ergänzt sein Forschungs-Portfolio mit einem neuen Projekt über Wundversorgung. Ziel ist, die mikrobiologischen, toxikologischen und immunologischen Mechanismen der verzögerten Wundheilung bei mit Antibiotika behandelten Buruli-Ulkus Patienten besser zu verstehen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen neue, an das ressourcenarme Umfeld angepasste Verfahren für die Wundversorgung definiert werden.

Die niedrigen Rückfallraten zeigen: Mit der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Antibiotika-Kombinationstherapie Rifampicin und Streptomycin wird die Eliminierung der Bakterien in der Regel erreicht. Allerdings verläuft die Wundheilung häufig sehr langsam, was zu langen, oft über drei Monate dauernden Krankenhausaufenthalten führt. Diese langen Abwesenheiten stellen eine enorme Belastung für die Gesundheitssysteme in den ressourcenknappen endemischen Gebieten dar. Für erwachsene Patienten und ihre pflegenden Angehörigen bedeutet dies ein grosser Einkommensverlust, und für Kinder lange Schulabsenzen.
In einem interdisziplinären Ansatz wollen Forschende vom Noguchi Memorial Institute for Medical Research in Ghana und dem Schweizerischen Tropen und Public Health Institut den Heilungsprozess von bis zu 200 Buruli-Ulkus Patienten in Ghana dokumentieren. Dabei arbeiten sie mit Kollegen vom Universitätsspital Heidelberg und von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zusammen.
Dabei sollen Antibiotikaresistenzen von M. ulcerans, immunhistologische Eigenschaften und Superinfektionen mit anderen Krankheitserregern untersucht werden.
Diese Studie leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der verzögerten Wundheilung, und es wird erwartet, dass mit den Ergebnissen neue Verfahren in der Wundversorgung, angepasst an das ressourcenarme Umfeld, definiert werden können.
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