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Stop Buruli Planungsmeeting
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27. November 2010 | Zürich
Der Lenkungsausschuss des Stop Buruli Konsortiums nahm an einem eintägigen Treffen teil, um mit der Planung des zweiten 3-Jahres-Zyklus der von der UBS Optimus Foundation finanzierten Stop Buruli-Initiative zu beginnen. Das Treffen bot Gelegenheit, die bisherigen Ergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren, und die Prioritäten der Forschung mit der globalen Agenda abzustimmen. Das Konsortium wird in den nächsten Monaten einen neuen Projektvorschlag ausarbeiten und ihn der Stiftung zur Finanzierung vorschlagen.



Alles in allem hat das Stop Buruli Konsortium in den letzten zweieinhalb Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt, die wesentlich zum Verständnis der Buruli Ulkus Krankheit beitragen. Einige der Highlights sind im Folgenden zusammengefasst:


Hervorragende Fortschritte konnten erzielt werden dank Genom-Vergleichen, die eine Bestimmung von verschiedenen Bakterienstämmen ermöglichten. Dadurch konnte ein molekulares Werkzeug für hochauflösende Stammtypisierung entwickelt werden. Diese Feintypisierung von Burulistämmen ist ein Durchbruch für die molekulare Epidemiologie. Erste Analysen zeigen fokale Verteilungsmuster von genetisch unterschiedlichen Bakterienstämmen, was auf chronische Läsionen als mögliches Reservoir von M. ulceransschliessen lässt.

Ein weiteres Highlight sind die Immuntests, die entwickelt wurden, um zum ersten Mal Antikörper gegen sechs M. ulcerans-spezifische Proteine im menschlichen Serum zu erkennen. Diese Antikörper könnten als Marker eingesetzt werden, um Reservoirs zu erkennen und Übertragungswege der Bakterien verstehen zu helfen.

Es wurde ferner gezeigt, dass minimal-invasive Feinnadelpunktion (FNA) genügend Sensibilität für die Diagnose von nonulcerativen Buruli Ulkus Läsionen bietet. In der Zwischenzeit wurde FNA in die WHO-Richtlinien für Laborbestätigung als empfohlene Technik für die Probenahme von nonulcerativen Läsionen von Buruli Ulkus aufgenommen.

Umweltstudien konnten zeigen, dass M. ulceransBakterien eine Übertragung vom primären bis zum tertiären Glied in der Nahrungskette überleben, was darauf hinweist, dass Mückenlarven bei der Verbreitung im Wasser eine Rolle spielen könnten. Allerdings wurden Bakterien nicht ins Puppen- oder Mückenstadium übertragen, was eine Rolle von Mücken als biologische Vektoren der Bakterien unwahrscheinlich macht.

Die acht Mitglieder des Lenkungsausschusses diskutierten mit Vertretern der UBS Optimus Foundation über die mögliche Fortsetzung der Stop Buruli-Initiative für weitere drei Jahre. Der Bedarf für eine verbesserte Interaktion und eine verstärkte transdisziplinäre Zusammenarbeit wurde klar identifiziert. Es wurde auch vereinbart, dass der zweite Finanzierungs-Zyklus die Förderung von Forschungs-Kapazitäten beinhalten sollte. Ein neuer Vorschlag wird in den nächsten Monaten entwickelt und der Stiftung für die weitere Finanzierung vorgeschlagen.

 
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